Teamarbeit ist vor allem…Planung

Die Besatzungen der Yachten haben eine – nahezu immer etwas kontrovers diskutierte – Aufgabe: die Routenplanung des nächsten Tages.

Ziele wollen diskutiert werden, Routen geplant, Schleusenzeiten erkundet und Durchfahrtshöhen beachtet werden. Außerdem müssen zwischenzeitlich die Vorräte aufgefüllt werden.

Informationen dazu finden sich im sogenannten „Almanak“ – vorteilhafterweise natürlich auf Holländisch. Da außer Anja niemand wirklich in der Lage ist, dem rätselhaften Buch die entscheidenden Informationen zu entlocken, hat sie konsequenterweise unter den „OffizierInnen“ den Dienstgrad „Lady Almanak“.

Über das morgige Ziel schweigen wir an dieser Stelle noch, nur soviel: Ablegen 7:30 Uhr (upps, wegen der weiten Fahrstrecke), Frühstück während der Fahrt, wenn alles aufgestanden sind, die Ablegemanöver machen die Stamm-Crews.

 

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Die Insel

Im Tjeukemeer haben wir in einer kleinen Bucht einer Insel festgemacht. Die Manschaften haben gemeinsam ein Barbecue vorbereitet und im großen Stuhlkreis gegessen.

Auf dem Weg dahin hat es einen zweiten Schlafsack erwischt…naja, Verlust ist immer ein bisschen. Langsam kommen die Decksbesatzungen mit den Bordhaken in Übung.

 

Schiffe haben Vorfahrt!

Hier haben Schiffe Vorfahrt. Auch wenn wir ein bisschen warten müssen, weil unser letztes Schiff dann wieder rot bekommen hat. Gerade erreichen wir das Tjeukemeer, jetzt gibt es sogar ein bisschen Wellengang und wir suchen uns – nach einer kleinen Runde – einen Anlegeplatz.

Die Tücken des Yachtalltags II

Ein sehr interessantes Phänomen beim Bootsfahren ist der Wind. Der will in unterschiedlichsten Situationen beachtet werden. Die entscheidendste für uns an Bord ist das Chillen auf dem Vorschiff.

Unser Nachhutboot (Christoph und Leif) haben gerade einen Schlafsack der an Position zwei fahrenden 31 aus dem Kanal aufgenommen.

Da wird dann wohl jemand heute Nacht eine Deckenalternative brauchen. Glückwunsch! Und: bei Wind alles festbinden!

Die Tücken des Yachtalltags I

Guten Morgen aus Sneek!

Eine prima Nacht liegt hinter uns. Gegen acht sind die Boote erwacht und die Dienste des Morgens nehmen ihre Arbeit auf: ein bisschen aufräumen, das Frühstück vorbereiten und die gebotene Körperhygiene.

Das ist hier in Sneek – einem kombinierten Liege- und Campingplatz besonders angenehm.

An Bord – alles Wasser muss an den Liegeplätzen aufgenommen werden – sind sanitäre Anlagen eher für den Notfall gedacht. Bei den Toiletten ist es jedesmal ein spannender Moment, ob die Pumpe es schafft, alles durch die dünnen Abflussschläuche zu pumpen. Daher: Abtritt in erster Linie in den Häfen nutzen.

Da ist Sneek auch wieder etwas witzig. Die Toiletten sind Kabinen, die draußen sind. Zwar mit Dach drüber, aber eben draußen. Aus Gründen der einfachen Unterhaltung gibt es kein Papier in den Toiletten, sondern nur zentral im Vorraum. Kein Problem! Wenn man dran denkt, welches mitzunehmen.

Überhaupt ist der Yachtalltag voller kleiner Tücken. Kabinen sind keine Raumwunder und wenn vier Leute sich eine Kajüte teilen, empfiehlt sich unbedingt Lüftung (schon wegen des nervigen Schwitzwassers). Merke allerdings: Komplett offene Dachluken sind bei Regen auch nicht ganz unproblematisch. Jedenfalls behaupten das die Jungs aus der 34, die sich heute Morgen ein bisschen geduscht fühlten.

Bei Von- und Anbordgehen ist es von großer Bedeutung, alle Dinge gut festzuhalten. Die Mannschaften haben im Laufe der Zeit reichlich Erfahrungen, in welcher Form Handys, Brillen und andere Ausrüstungen in holländischen Kanälen versinken. Viele Handytypen vollführen eine Art hin- und herlaufende Wellenbewegung. Bislang halten sich die Verluste in Grenzen. Lediglich ein T-Shirt ist im Hafen geblieben, weil wir den Enterhaken nicht früh genug an Bord gekriegt haben.

Kriechkabinen haben auch eine besondere Herausforderung: Vorsicht beim Umdrehen oder Aufstehen. Man liegt halt wie in einer Kiste mit tiefhängender Kante. Die ersten Tage führen gerne mal zu morgendlichen und nächtlichen Kopfschmerzen, die sich vor allem auf die Stirn konzentrieren.

Wer schon mal in London U-Bahn gefahren ist, kennt die Bahnsteigauschrift „Mind the gap!“ Wichtig ist der Schritt über den Spalt zwischen Bahnsteigkante und Zugtür. Das gilt grundsätzlich auch fürs Yachtfahren. So ist mancher cool wirkende Auftrittsversuch schon im eher trüben Wasser des Hafenbeckens geendet. Davon sind wir bisher verschont worden. Aber es ist ja noch nicht aller Tage Abend!
Nun denn, das soll es mal gewesen sein mit den kleinen Tücken des Alltags.

Jetzt geht es an ein spätes Frühstück und dann gegen Mittag Richtung Tjeukemeer. Anlegen an einer Insel. Grillen und Aktionen am Strand.
Immer dran denken: immer eine Handbreit Wasser unterm Kiel!

 

Schlechtes Wetter, aber gute Laune…

Das Wetter ist einigermaßen bescheiden, aber die Stimmung geht fast durch die Decke (siehe Foto), nur die Palme auf dem Boot von Christoph und Leif hat aufgrund der ungünstigen Witterung etwas die Form verloren (siehe Hintergrund im Foto).

Liebe Grüße in die Sonne!

 

 

Licht im Dunkeln…

Hier ist – wie in den anderen Häfen auch – um 22:00 Uhr Hafenruhe, und es it – für Oktober – erstaunlich warm. Nach Andachten auf zwei der Schiffen, die anderen zwei Crews waren dann dort zu Gast, nutzen die meisten die Gelegenheit noch, auf dem Vorschiff zu sitzen und sich ein wenig zu unterhalten.

Wo es morgen hingeht, steht schon. Rund viereinhalb Stunden Fahrt liegen vor uns.
Hier gehen um Mitternacht die Lichter auf den Schiffen aus.

Morgen ist ein neuer Tag!

Wir haben Sneek erreicht!

Um drei Uhr haben wir Sneeg erreicht. Ein mustergültiges Anlegemanöver von allen vier Yachten rückwärts an den Steg vom Liegeplatz DeDomp.

Das Team (siehe Foto) bespricht gerade die Essensplanung der kommenden Tage. Die Kombüsendienste gehen gleich einkaufen.

Die meisten sind ausgeschwärmt, um sich ein wenig in Sneek umzuschauen. Irgendwie typisch für Friesland: der Hafen liegt mitten in der Stadt. Direkt am Anleger sind auch noch Caravanplätze und einige Unentwegte stehen hier auch mit ihren Campingmobilen.

Auf allen Yachten haben auf dem Weg hierher die meisten der TeilnehmerInnen heute schon mal das Steuer übernommen und uns sicher hierher geführt.

Viele Grüße! Bis bald!Bild