Im Dunkeln

Gerade haben wir die Abschlussandacht der Bootstour 2012 miteinander auf dem Anlieger zwischen den Yachten gefeiert.

Mannschaften haben das Fürbittengebet dafür selber geschrieben:

Guter Gott,

wir danken für die gemeinsame Zeit, die wir zusammen verbringen durften, und für den vielen Spaß, den wir hatten, auch wenn es mal Stress gab.

Wir danken dir für die coolen Teamer, die mit uns gefahren sind und danke für die Menschen, die uns diese Tour ermöglicht haben.

Wir danken für die vielen Erinnerungen und Erlebnisse von der Tour, die wir für immer mit uns tragen werden.

Wir bitten dich, dass du in der letzten Nacht deine schützende Hand über uns hältst und uns morgen wohlbehalten nach Hause begleitest.

Außerdem bitten wir dich, dass die neugebildeten Freundschaften vertieft werden können und alte Freundschaften noch lange halten.

Amen.

 

Die letzte Etappe

Wir haben Drachten wieder erreicht. Die Boote stehen wieder festvertäut im DeDrait-Heimathafen Drachten. Auf den Schiffen herrscht heftige Betriebsamkeit: es wird gekocht und gegessen, die ersten Aufräumarbeiten sind angelaufen. Alles, was heute Abend noch aufgeräumt und sauber gemacht wird, bringt ein bisschen späteres Aufstehen morgen früh.

Dann geht es in unseren letzten Abend an Bord. Die letzte Andacht hier im Hafen. Auswertungsrunden auf den Booten, auch eine letzte Sitzung des Bootstourteams.

Den Abend können nochmal alle auf den Schiffen verbringen, wo sie gerne sein wollen.

Viele, viele von den Mannschaften haben sich getraut, mal das Ruder zu übernehmen. Manche haben neue Freundschaften geschlossen. Intensive Erfahrungen haben wir alle gemacht.

Von uns allen hier liebe Grüße aus Drachten in die Heimat!

 

Princenhof – Naturschutzgebiet und enge Kanäle

Nach dem Streckemachen auf den Prinses Margrietkanaal haben wir kurz vor Drachten, unserem Heimathafen, noch einen Abstecher durch den Princenhof gemacht.

Ein schönes Naturschutzgebiet mit vielen kleinen Wochenendhäuschen – fast ein bisschen skandinavisch anmutend.

Mitten drin kam dann auch noch ein bisschen die Sonne raus.

 

Kaffeepause in Grou

Kurzer Halt in Grou, ein wenig Beine vertreten, einen Kaffee im Hotel, an dessen Privatanleger wir festgemacht haben.

Die Tücken des Yachtalltags III

In den Häfen und den Liegeplätzen ist es wie Wasser-Camping. Es gibt halt mehr oder weniger gute Sanitäreinrichtungen. Naja, das war ja schon mal Thema.

Meistens kostet das Duschen etwas: 50 Cent oder 1,- Euro. Oft ist dann in der Kabine ein Einwurf. Münze rein und drei bis fünf Minuten warmes Wasser.

In Steenwijk gab es innen immer Wasser, allerdings ließ sich die Tür nur durch Einwurf eines Eurostücks öffnen. Lukas (Dienstgrad: sociaal aanvaardbare; wer wissen möchte, was das heißt…es gibt tolle Übersetzer im Internet, da haben wir das auch her) hat sich durch Körperreinigung völlig tiefenentspannt, Abtrocknen, Anziehen und zurück zum Schiff. Als die Tür dann zugeschlagen ist, wurde ihm dann klar, dass das Duschgel noch drin steht. Das Problem musste dann kaufmännisch gelöst werden: Duschgel (3,- €) stehen lassen oder Tür nochmal für einen Euro aufmachen…

Auch auf dem Weg hin wird gerne was vergessen: Münzen – unangenehm, man muss sich wieder anziehen und zurück (Merlin), Handtuch – unangenehm, weil dann die frischen Sachen gleich ein bisschen nass sind (Torsten), Zeitgefühl unter der Dusche – unangenehm, weil man eingeschäumt auf dem Trockenen sitzt (nahezu alle).

 

Sonne über De Kuford

Etwas offenerer Himmel und Sonne. Ein schöner letzter Seetag, auch wenn an Bord etwas die Müdigkeit grasiert.

 

Wir sind aufgebrochen aus Lemmer

In Lemmer haben wir noch fix während des TeamerInnen-Frühstücks Wasser aufgenommen.

Als wir aus Lemmer rausgekommen sind, ging die Sonne auf. Hoffen, die begleitet uns auf dieser letzten und ziemlich langen Fahrt zurück nach Drachten, den Heimathafen unserer Yachten.

In Lemmer gibt es übrigens für die Schiffe im Hafen ein kleines Sanitärgebäude, in dem Christa seid über 25 Jahren Dienst tut. Morgens wird man fürchterlich nett begrüßt und sie zeigte sich gestern schon sehr erleichtert, dass unsere Gruppe doch noch kam. Christoph, der als erster auf Toilette ging, wurde von ihr erstmal ordentlich gedrückt. Sie zeigt auch gerne die Bilder der Gruppen, die bei ihr zum Duschen kommen. Letztes Jahr hat sie von einer kirchlichen Gruppe aus Nordrhein-Westfalen einen unterschriebenen Klositz und -deckel zum 25-jährigen Dienstjubiläum bekommen, während die Gemeinde Lemmer, deren Angestellte sie ist, das Vierteljahrhundert vergessen hätte. Auch den und einen Zeitungsartikel darüber zeigt sie einem gern. Ebenerdig ist die Naßzelle für Leute mit körperlichen Einschränkungen und ihr Christas kleines Büro- und Aufenthaltszimmer, in dem es auch Kaffee und Cappucino gibt. Alle anderen Duschen und Toiletten sind im Keller. Heute morgen: „Morgen! Hast Du deinen Euro dabei für die Duschen. Gehst du mal, vielleicht ist ja was frei. Sind schon viele runter, aber viele sind auch wieder rausgekommen.“ Hä? Ist das manchmal anders? Findet sie ab uns an welche, die da zurückbleiben?

Zurückgeblieben ist allerdings Merlins (Dienstgrad: Alter Padavan) Kulturtasche, die dann unter Applaus von den Schiffen im Laufschritt geholt werden musste.

Lemmer

Unsere letzte neue Station haben wir erreicht: Lemmer. Ein malerisches Fischerstädtchen am Ijsselmeer. Ein Stück sind wir auch darüber, hier bestimmen Plattbodenschiffe das Bild.

In Lemmer eine schwierige Hafeneinfahrt, gemeistert von Mannschaften. Und dann der historische Hafen.

Wir liegen mitten in der Stadt und genießen den Abend.

Liebe Grüße aus Lemmer!

 

Schleusenausfahrt

Es hat noch etwas gedauert, bis unsere beiden Schiffe wieder aufschließen konnten.

Für uns andere Schwerstarbeit, die Boote am Anleger zu halten, wenn uns die Bugwellen er dicken Pötte erwischen.

 

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In der Princess-Margriet-Sluis

Kurz vor der Einfahrt ins Ijsselmeer, an dem Lemmer liegt, geht es durch die 260m lange Princess-Margriet-Sluis (-Schleuse). Berufsschifffahrt hat hier Vorfahrt. Wir mussten erstmal vor der Schleuse warten, weil zwei Frachter zuerst einfahren durften. Zwei unserer Boote wurden dann mitgeschleust, zwei blieben vor der Schleuse zurück und müssen im Augenblick warten, dass ein Containerschiff in die andere Richtung geschleust wird. Inzwischen stehen da aber – wir halten Funkkontakt zwischen den Booten – wieder zwei große Frachter. Sollte noch einer kommen, dauert es noch ein bisschen.

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