Am frühen Morgen trauten sich die ersten Köpfe aus der Luke, um festzustellen, der Regen hatte sich verzogen und der Wind gelegt. Der Havenmeester begrüßte uns freundlich und erklärte uns, dass soeben die Marathon-Segelregatta über 42 km gestartet wurde.

Nach Duschen und Einkauf legten die Yachten entspannt Richtung Bolsward ab. Die Crews stärkten sich zunächst mit einem kräftigen Frühstück, bevor sie sich an die kreative Aufgabe machten, eine eigene Flagge zu gestalten. Das Ergebnis wird für morgen mit Spannung erwartet.

Die Sonne traute sich heute leider noch immer nicht heraus, aber morgen ist ja auch noch ein Tag.

Heute hatte die Route einige Herausforderungen parat. Gefühlt segelte heute alles was Boote hatte kreuz und quer neben, vor und zwischen den Yachten hin und her. Eine Kuh war außerdem in den Kanal gestürzt und zwei tatkräftige Menschen versuchten in einer dramatischen Rettungsaktion die Kuh aus dem Wasser zu ziehen. Das Ergebnis konnten wir nicht mehr miterleben, wünschen der Kuh aber von dieser Stelle alles Gute. Nach unzähligen Brückendurchfahrten, die grandios von unseren jungen Matrosen gemeistert wurden, ging es an Sneek vorbei, über Ijlst nach Bolsward. Hier begrüßte uns wieder einmal der Regen, der uns so lieb hat, dass er gar nicht aufhört. 

Der Tag klingt aus mit einer schönen Andacht zum Lied: Dieser Weg wird kein leichter sein und anschließendem gemütlichen Beisammensein auf den Schiffen. Mit der ersten Gute-Nacht-Post geht es um Mitternacht in die Kojen.