Jetzt sind wir aus dem Hafen in Lemmer ausgelaufen und haben bereits zwei Schleusen passiert – leider gibt es hier keine Bilder – denn wir sind OFF-LEINE.

Alle Bootsfahrer*innen haben ihre Mobiltelefone für 24 Stunden in eine Schatztruhe in unsere Obhut gegeben.

Das ist spannend, denn den heutigen Tag werden wir nicht mit dem Verfassen von WhatsApp Nachrichten verbringen, sondern unser reichhaltiges Workshop-Angebot wird hier genutzt. Bunte Drachen, toll gestaltete Laternen, bunte Armbändchen werden auf allen Booten gefertigt, natürlich wird auch ordentlich gesungen und dieses wird mit Gitarre und Ukulele abwechslungsreich begleitet.

Sofern es die Brücken– und Schleusenwärter erlauben haben wir heute den längsten Fahrtag, denn unsere Reise soll uns heute bis nach Steenwijk gehen.

Nach acht Stunden Fahrt, diversen Brücken und Schleusengängen, die mit fünf Yachten mächtig Zeit fressen, sitzen wir jetzt in Blokzijl fest. Drei Yachten liegen bereits in der Schleuse und die andern beiden cruisen durch´s Hafenbecken. Leider schließt sich das Schleusentor nicht, denn der Schleusenwärter hat sich soeben ausgeschlossen und kann die Schleuse nicht mehr bedienen. Da denkt man, schon alles erlebt zu haben, aber weit gefehlt. Mal sehen, ob wie unser Ziel noch vor Einbruch der Dunkelheit erreichen.

Vorwärts geht nix mehr. Also Rückwärtsgang.

Tja, das war es dann mit Steenwijk. Das mit dem Schlüssel zieht sich hin und die einbrechende Dunkelheit macht eine Weiterfahrt nicht möglich. Das heißt also übernachten in Blokzijl, einem kleinen, verschlafenen Dörfchen. Schmeißt unseren Plan über den Haufen. Doch wir lieben Herausforderungen ja sehr!